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Franken - Odin AdminNPC - 26.02.2021

Die Franken
Geschichte
Wissenschaftler schätzen, das das heutige Frankreich vor etwa 48000 Jahren besiedelt wurde. Ab etwa 600 v.Chr. gründeten griechische und phönizische Händler Stützpunkte an der Mittelmeerküste, während Kelten vom Nordwesten her das Land besiedelten (wurde später als Gallien von den Römern bezeichnet). Die keltischen Gallier, mit ihrer druidischen Religion, werden heute oft als die Vorfahren der Franzosen angesehen, obwohl heute kaum noch gallische Elemente in der französischen Kultur verblieben sind. Zwischen 58 und 51 v.Chr. eroberte Caesar die Region und errichtete die römischen Provinzen Gallia Belgica, Gallia cisalpina und Gallia Narbonesis. Dank der römischen Fortschritte in Technik, Landwirtschaft und Rechtsprechung entstanden erste grosse, elegante Städte.

Ab dem 5. Jahrhundert wanderten vermehrt germanische Völker in Gallien ein, welche nach dem Zerfall des römischen Reiches (476) eigene Reiche gründeten. Nachdem sich zuerst die Westgoten hervor taten, gründeten unter Chlodwig I. die Franken das Reich der Merowinger. Sie übernahmen zahlreiche römische Werte und Einrichtungen, wie auch den Katholizismus. Nach den Merowingern folgen die Karolinger. Karl der Grosse wurde 800 zum Kaiser gekrönt, doch dank des Vertrags von Verdun (Bildquelle: Wikipedia) wurde Frankreich 843 unter seinen Enkeln aufgeteilt. Lothar erhielt als Ältester die Kaiserwürde und sein Reich (Mittelreich)  erstreckte sich von der Nordsee bis nach Italien. Kahl der Kahle bekam das Westfrankenreich, aus dem später Frankreich entstehen sollte. Ludwig der Deutsche bekam das Ostfrankenreich, welches später zum Heiligen Römischen Reich wurde.

Das französische Mittelalter war vom Aufstieg des Königrums geprägt, sowie dessen stetiger Kampf gegen die Unabhängigkeit des Hochadels und die weltliche Gewalt der Klöster und Ordensgemeinschaften. Dennoch setzten die Karolinger die Idee von einem Einheitsstaat durch, welcher durch die Teilnahme an verschiedenen Kreuzzügen untermauert wurde. Die Wikinger fielen wiederholt im Frankenreich ein, besonders in die Normandie, welche dadurch ihren Namen erhielt. Das Herzogtum begann einst 911 als Lehen (Grafschaft Rouen) an den Wikingeranführer Rollo („Gånge Rolf“), durch den westfränkischen König Karl und ging so weit, das Rollos Nachkommen die Eroberung Englands gelang. Zudem, als kleine Zwischeninfo, war eben dieser Rollo ein direkter Vorfahre Wilhelms des Eroberers (1027-1087).

Im Jahr 987 wurde der Robertiner Hugo Capet von dem westfränkischen Klerus und Adel zu ihrem neuen König gewählt, nachdem zuvor der Karolinger Ludwig V. gestorben war. Dies stellte seinerzeit nicht den ersten Bruch des Geblütsrechts in der Nachfolge auf dem westfränkischen Königsthron dar, vor Hugo wurden bereits sein Großonkel Odo und sein Großvater Robert I. zu Königen als Gegenprätendenten zur karolingischen Dynastie gewählt. Da allerdings nach deren Tod stets wieder Karolinger den Thron übernehmen konnten, war auch für die Zeitgenossen Hugos nicht abzusehen, dass dieser eine neue Königsdynastie begründen würde, zumal mit dem Herzog Karl von Niederlothringen noch ein karolingischer Prätendent existierte. Um das Königtum für seine Familie zu sichern, ließ Hugo deshalb noch im Jahr seiner Krönung seinen Sohn Robert II. zum Mitkönig krönen, womit dieser beim Tod des Vaters 996 sofort und ohne nochmalige Krönung oder Wahl als Alleinherrscher nachfolgen konnte.

Nachdem im Jahr 1002 sein Onkel Heinrich gestorben war, versuchte Robert, die Gelegenheit zu nutzen, das Herzogtum Burgund der königlichen Domäne hinzuzufügen. Dabei traf er aber auf den Widerstand des burgundischen Adels unter der Führung des Grafen Otto Wilhelm, der selber einen Anspruch auf das Herzogtum erhob. Erst nachdem Robert 1005 Auxerre erobert hatte, zog Otto Wilhelm seine Ansprüche zurück. Der Krieg endete aber erst mit der Einnahme von Sens 1015 und dem Tod des oppositionellen Bischofs Brun von Langres 1016. Robert gelangte mit dem Adel Burgunds zu einem Kompromiss, indem die Autonomie des Herzogtums durch die Ernennung seines Sohnes Heinrich zum Herzog weiter gewahrt wurde.
 



RE: Franken - Odin AdminNPC - 26.02.2021

Die Franken
Gesellschaft
Zuallererst war die Bevölkerung zwischen Freien und Unfreien aufgeteilt, denen alle der König vorstand.

Bei den freien Bürgern gab es verschiedenste Vermögensverhältnisse, von grossen Grundbesitzern, bis hin zu Landlosen, war alles vertreten. Da sie alle wehrpflichtig waren und die häufigen Kriegsdienste verhinderten, das sie ihr Land bestellten, nahmen sie die Dienste von freien Bauern in Anspruch.

Daher unterstellten sich viele freie Bauern den Grundherren, da sie so von der Wehrpflicht befreit waren. Dennoch mussten sie selbst bei Missernten und schlechten Erträgen ihre Pacht zahlen, konnten sie dies nicht, so wurden sie zu Hörigen. Diese schuldeten dem Grundherren weiterhin Abgaben und mussten zusätzlich Frondienste leisten. Bei den Unfreien gab es grob gesehen 2 Schichten. Unfreie, welche Landwirtschaft betrieben und über einen Haus und Hof verfügten. Die andere Schicht arbeitete als Gesinde bei ihrem Grundherren. Teilweise waren sie sogar kauf- und verkaufbar und konnten so sogar als Sklaven angesehen werden, auch wenn die Bezeichnung als Unfreie der des Sklavens widerspricht, auch wenn es grob betrachtet auf das Selbe hinaus läuft.

Frauen waren für das häusliche Leben, die Erziehung der Kinder und das Vieh zuständig. Je nach Stellung besass diese Hausfrau weitere Frauen, welche ihr unterstellt waren und ihr bei der Bewältigung der Pflichten helfen mussten. Die Gebärfähigkeit der Frau war von entscheidender Wichtigkeit, so das Geld schnell in den Hintergrund geraten konnte, sofern viele Erben zu erwarten waren, da die Frau beispielsweise aus einer Grossfamilie kam, welche ihre Gebärfreudigkeit unter Beweis gestellt hatte. So kann man sich vorstellen, das extrem viele Kinder gezeugt wurden, ohne das sich Gedanken darüber gemacht wurde, wie sie ernährt werden konnten. Hatte eine Familie mit vielen Kindern und wenig Geld, doch oftmals ein höheres Ansehen, als eine vermögende Familie mit nur 1 oder 2 Kindern, oder schlimmer noch gar keinen.

Männer beschäftigten sich grösstenteils mit dem Ackerbau und der Viehzucht. Während viele Handwerker in Manufakturen arbeiteten, zogen Händler mit ihren eigenen Geschäften von Stadt zu Stadt. Viele zog es aber in das fränkische Herr, als Berufssoldaten, da diese ein hohes Ansehen genossen. Ihm konnten nur freie Bürger angehören und ihre Dienste wurden immer wieder grosszügig vom König entlohnt, beispielsweise durch Landvergaben. Die Bewirtschaftung wurde dann in die Hände der Familie gelegt, welche keine Kriegsdienste leisteten. So kommt es, das meist der Erstgeborene bei Land und Hof blieb, während die restlichen Söhne ins Heer geschickt wurden, um das Ansehen und auch das Land der Familie weiter zu mehren. Waren sie dafür untauglich, so wurden sie einfach ins Kloster gesteckt.

Als Besonderheit sollte noch die Ehe erwähnt werden, welche sich in die Muntehe und Friedelehe aufspaltete.

Die Muntehe kam zustande, wenn die Frau aus der Rechtshoheit (Munt) ihres Familienoberhauptes entlassen und dem zukünftigem Gatten übergeben wurde. Diese Ehe konnte jederzeit durch den Mann aufgelöst werden, falls eine Frau gegen sie Verstiess, oder dies mit der Familie so abgesprochen wurde, beispielsweise durch Kinderlosigkeit an der natürlich immer die Frau die Schuld dran trug.
Eine Absprache war zwingend notwendig, da bei den Franken das Prinzip "Auge um Auge, Zahn um Zahn" galt. Bei einem Mord, Raub oder einer Eheverletzung wurde kompromisslos zum Schwert gegriffen und Selbstjustiz geübt. Wurde eine Tötung begangen, so forderte es die Ehre, das eine Gegentötung vorgenommen wurde. Man kann sich natürlich denken wie schnell so etwas ausarten konnte. Zwar wurde ein Wergeld eingeführt, welche die Familie des Getöteten erhielt, doch dieses an zu nehmen galt als unehrenhaft. Wurde jedoch ein Ehebruch von der Frau begangen, so durfte diese straffrei getötet werden und die Ehre der Familie der Frau, wurde arg in Mitleidenschaft gezogen.

In der Friedelehe hatte die Frau eine etwas bessere Stellung, da diese Ehe auch von der Frau gelöst werden konnte. Daher war sie besonders bei Frauen in höheren Stellungen beliebt und wurde angestrebt.



RE: Franken - Odin AdminNPC - 26.02.2021

Die Franken
Vornamen Männer
Adalbéron

Adalhard

Adhémar

Aimo

Aleran

Alfongs

Alfons

Answald

Aredius

Armagil

Armel

Audomar

Audwin

Audwine

Avo

Benhild

Bernvard

Bernvardo

Bernward

Best

Bestlin

Boldi

Carl

Childebert

Childerich

Chlodoald

Chlodomer

Chlodomir

Chlodowald

Chlodulf

Chlodward

Chlodwig

Chlotar

Chlothar

Clod

Clodomer

Clodomir

Clodwig

Cloud

Clovis

Èduin

Friedolin

Klodwig

Korbinian

Ludwig

Marvin

Rabanus Maurus

Rurik

Tassilo




RE: Franken - Odin AdminNPC - 26.02.2021

Die Franken
Vornamen Frauen
Abelina

Ansoalda

Ansoaldis

Anstrud

Armele

Armella

Armelle

Armilla

Avelina
Awa

Benilda

Bernhilta

Betra

Bliktrud

Brunhilde

Brunihild

Brunihilde

Clothilde

Clothildis

Chlotichilda

Chlotilde

Clotilde

Clovia

Dhuoda

Doda

Duoda

Gisela

Melisande

Sigena