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Vinland
#1
Entdeckung von Vinland
die Wikinger waren schneller
  Allgemeines

Der erste Europäer, welcher das nordamerikanische Festland gesichtet hat, dürfte Bjarni Herjúlfsson gewesen sein. Er kam 986 auf der Fahrt von Eisland nach Grünland vom Kurs ab und berichtete später von "bewaldeten Hügeln im Westen". Soweit man heutzutage weiss erkundete er das gesichtete Land jedoch nicht weiter.

Da, geografisch gesehen, Grönland auch zum nordamerikanischen Kontinent gehört, könnte auch Gunnbjörn Úlfsson als Entdecker (etwa 875) benannt werden. Von ihm wird berichtet, das er als Erster die nach ihm benannten Gunnbjarnarsker (Gunbjörnsschären) an der grönländischen Küste gesichtet hat, welche später zur Besiedlung Grünlands führte. Ob Gunnbjörn jedoch noch weiter forschte, oder gar das amerikanische Festland erreichte, ist nicht bekannt.

Nach heutigen Erkenntnissen war Leif Eriksson, der erste(!) Europäer, welcher um das Jahr 1001 das amerikanische Festland betrat. Die Sagas sind sich nicht ganz einig und doch wurden 1961 bei L’Anse aux Meadows auf Neufundland die Ruinen von Leifsbuðir (übersetzt: Leifs Häuser) entdeckt, welche den Inhalt der Vinland-Sagas bestätigen. Gemäß den „Vinland-Sagas“, die von den Entdeckungsfahrten der Grænlendingar berichten, entdeckten sie Küstenabschnitte in Helluland, Markland und Vinland. Die Zuordnung dieser Gebiete ist jedoch umstritten und reicht von der Baffininsel und Labrador bis hin nach Neuschottland oder Massachusetts.

Auf weiteren Expeditionen, unter anderem von Leifs Bruder Thorvald, kam es zu Begegnungen mit Eingeborenen. Die Grænlendingar (nordische Grönländer) nannten die amerikanischen Ureinwohner Skraelinger („Schwächlinge“/ „hässliche Menschen“).

Somit ist eindeutig bewiesen, dass Leif Eriksson der wahre Entdecker Amerikas und nicht Christopher Columbus ist. Letzterer "entdeckte" erst 1492 den Kontinent und das auch nur durch einen puren Zufall. Suchte er doch eigentlich eine schnellere Schifffahrtsroute nach China und landete stattdessen in Amerika.

Vinland-Sagas

Die berühmte Vinland-Saga besteht eigentlich aus 2 verschiedenen Sagas. Einmal der Grænlendinga saga (Die Saga von den Grönländern) und Eiríks saga rauða (Die Saga von Erik dem Roten), welche beide davon berichten, wie die Nordmänner um 1000 Fahrten nach Amerika unternahmen.

Jedoch muss man bedenken, das die Saga von Erik dem Roten vermutlich erst im 13. Jahrhundert entstand und nur noch 2, sich zum Teil erheblich unterscheidende Versionen erhalten geblieben sind. Erhalten geblieben ist die im 14. Jahrhundert entstandene hauksbók, sowie die skálholtsbók aus dem 15. Jahrhundert. Beide Sagas "spielen" jedoch im Anfang des 11. Jahrhunderts auf Island und erzählen die Geschichte Erik des Roten, sowie die seiner direkten und indirekten Familie.

Auch die Entstehung der Saga der Grönländer wird ins 13. Jahrhundert datiert. Von ihr ist nur noch eine Handschrift erhalten, die Flateyjarbók, welche im späten 14. Jahrhundert verfasst wurde. Sie schildert die Reise der Nordmänner unter Leif Eriksson von Grönland in Regionen Nordamerikas, welche sie Helluland (Steinplattenland oder Felsland), Markland (Waldland) und Vinland (Weinland, wahrscheinlicher aber Weideland) nannten.
(Bildquelle:Wikipedia)

(in Betracht kommende Gebiete:1= Baffininsel -> wahrscheinlich Helluland, Bjarneyjar / 2,3 = Labrador -> Helluland (im Norden), Markland (im Süden) / 4 = Neufundland -> Vinland, Markland, evtl. auch Bjarney / 5 = Sankt-Lorenz-Golf -> Vinland)

Obwohl sich die erhaltenen Sagas teils doch sehr unterscheiden, da ihre Schwerpunkte jeweils anderes gelegt waren, bilden sie heute die Grundlage für das Wissen, das Wikinger, wenn auch nur für kurze Zeit, Amerika besiedelt haben.

  Gesta Hammaburgensis ecclesiae pontificum  1076

“Praeterea unam adhuc insulam recitavit a multis in eo repertam occeano, quae dicitur Winland, eo quod ibi vites sponte nascantur, vinum optimum ferentes. Nam et fruges ibi non seminatas habundare, non fabulosa opinione, sed certa comperimus relatione Danorum.”

„Weiterhin berichtete er [der Dänenkönig] über eine von vielen Inseln in diesem Ozean, die Winland genannt wird, weil dort Weinreben wild vorkommen, die guten Wein tragen. Dass dort auch nicht gesäte Früchte im Überfluss vorhanden sind, haben wir nämlich nicht durch ein unglaubwürdiges Gerücht, sondern durch den Bericht der Dänen erfahren.“
(Quelle: Gesta Hammaburgensis ecclesiae pontificum des Adam von Bremen, Wikipedia)

Um korrekt zu bleiben sollte auch diese Quelle erwähnt werden, auch wenn sie gerne unter den Tisch fallen gelassen wird, da sie sehr viel früher als die Vinland-Sagas geschrieben wurde.

Der Skálholtsbók (Saga von Erik dem Roten) zufolge geschah es auf der Rückreise von Europa, dass Leif etwas vom Kurs abkam und auf der anderen Seite der Davisstraße Land entdeckte. In der Flateyjarbók (Saga von den Grönländern)dagegen heißt es, dass er zuerst nach Grönland auf den Hof seines Vaters zurückkehrte und dann losfuhr, um nach einem flachen und bewaldeten Land zu suchen, das Bjarni Herjúlfsson von seinem Schiff aus weit draußen auf der Davisstraße gesichtet hatte.

Tatsächlich wurde jedoch  schon 1076 in der Gesta Hammaburgensis ecclesiae pontificum von Leif Erikssons Entdeckung berichtet. Der Name Vinland (vin=Wein, somit Weinland) soll angeblich vom deutschsprachigen Ziehvater Tyrkir her stammen, welcher Leif begleitet hatte. Heute weiss man jedoch, das vin im altnordischem 2 Bedeutungen hatte. Mit einem Akzent aus dem i heisst es Wein, ohne diese Betonung jedoch bedeutet es Weide oder Farm. Sehr wahrscheinlich nannten die Nordmänner ihre Neuentdeckung also nicht Weinland, sondern Weideland, da sie von den grünen Weiden vollkommen beeindruckt sein mussten, welche eine enormen Gegensatz bildeten zum kargen Grönlandboden.

Den Überlieferungen nach hatte Leif erst Helluland (Baffininsel oder Labrador), dann das bewaldete Markland (Labrador oder Neuffundland) entdeckt. Die genaue Lage Vinlands ist umstritten, teilweise wird Nova Scotia und New Brunswick vermutet, teilweise Neuengland in der Nähe des heutigen Boston, Massachusetts, teilweise auch die Insel Neufundland. Es wurden mittlerweile sogar Artefakte aus der Zeit Erik des Rotens bis hoch zur Devon Island gefunden. Viele den nordischen Grönländern zugeschriebene Fundstücke wurden in Kanada, besonders auf der Baffininsel, und im Norden Labradors gefunden. Die Sagas erwähnen auch noch die Orte Bjarney („Bäreninsel“), Furðustrandir („Wunderstrand“), Straumfjorður („Stromförde“ oder „Bachförde“), Straumsey („Strominsel“) und Hóp („Haff“?/„Wiek“?) sowie ein „Land der Einbeinigen“. Leif Eriksson und seine Mannen sollen sich an einem Ort in Vinland häuslich niedergelassen haben, den sie Leifsbuðir tauften. Andere Grænlendingar haben im Norden Vinlands die Siedlung Straumfjord und weiter südlich die Siedlung Hóp gegründet.

Snorri Þorfinnsson gilt als erstes Kind europäischer Abstammung, das in Vinland und somit in Amerika geboren wurde.
 
 
[Bild: odin-nordische-gott-odins-wotan-wikinger...1598821152]
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#2
Eiríks saga rauða
Das Abenteuer des Leif Eriksson
"Thorvald hiess ein Mann, der Sohn von Asvald, dem Sohn von Ulf, dem Sohn von Ochsen-Thorir. Eirik der Rote hiess sein Sohn, und Vater und Sohn wanderten wegen eines Totschlags von Jaeren (südliches Norwegen) nach Island aus und nahmen sich Land an den Hornstränden und wohnten auf Drangar."

(Quelle: Eiríks saga rauða, Kap.2)

Jedoch scheint Erik nicht aus seiner Vergangenheit gelernt zu haben und ist schnell wieder in 2 Totschlägen und anderen illegalen Aktionen verwickelt. Diesmal wird er zwar nicht des Landes verwiesen, jedoch für 3 Jahre geächtet. Erik flieht und verlässt die Insel vom äussersten Westen aus, um das von Gunnbjörn entdeckte Grönland an zu steuern. Hier verbringt er die Jahre seiner Ächtung und erforscht das neue Land, eh er zurück kehrt um neue Siedler an zu werden.

"Diesen Sommer brach Eirik auf, um dieses Land zu besiedeln, das er gefunden und Grönland ("Grünes Land") genannt hatte, weil er sagte, die Leute wurde es eher dorthin ziehen, wenn es einen schönen Namen hätte. (So sagt Ari Thorgilsson, dass an jenem Sommer (986) 25 Schiffe aus dem Breidafjord und Borgarfjord aus Island aufbrachen, aber nur 14 ankamen : einige trieb es zurück, aber einige scheiterten)"

(Quelle: Eiríks saga rauða, Kap.2)

Die restlichen Glücklichen verteilten das Fjordland im Westen und Süden untereinander. Trieben Vieh auf die Wiesen und machten sich daran aus Grassoden meterdicke Hauswände auf zu schichten. Die Gebäude waren niedrig und fensterlos, künstlichen Höhlen gleich, erwärmt von Feuerstellen um die frostigen Gezeiten gut zu überstehen. Unter den neuen Siedlern gab es freie Männer und Frauen, aber auch Leibeigene, welche als Mägde und Knechte schufteten. Die Gehöfte mindestens einen Kilometer voneinander entfernt. Platz genug also, um sich aus zu breiten und vor allem Streitereien aus dem Weg zu gehen. Erstaunlicher ist vielmehr die Tatsache, das sich unter den Siedlern Christen, als auch Heiden befanden. Erik der Rote jedoch blieb bis zu seinem letzten Atemzug ein Heide. Seine Frau hingegen, sein Sohn Leif, sowie alle darauf folgenden Brüder und Schwestern hingegen sind Christen. In dem von Erik gegründeten Hof Bratthlid (steiniger Abhang) trafen sich jährlich alle Freien, so das aus einem geächteten Totschläger schliesslich ein geachteter Anführer dieser Pioniere wurde. Schuf er so doch eine Grundlage, das auch seine Söhne und Töchter hier ein ehrbares Leben führen konnten. Das ein Gast dies jedoch ändern würde ahnte er noch nicht.

Bjarni Herjólfsson war ein vielversprechender Kaufmann, welcher viel auf Reisen war. Die Saga berichtet, das er eines Tages Heim kehrte, seinen Vater jedoch nicht in Norwegen vorfand. Wie er in Erfahrung brachte war Herjólf zusammen mit Erik dem Roten nach Grönland aufgebrochen. Geschwind lässt sich Bjarni den Küstenverlauf beschreiben und segelt mit einigen Männern seinem Vater hinterher. Nebel kam auf und wollte tagelang nicht weichen. Vollkommen orientierungslos segelten sie umher, nur um schliesslich eine bewaldete Küste zu sehen, als sich endlich der Nebel aufklärte. Wie er von Gesprächen wusste, gab es in Grönland keine Wälder an der Meeresküste, so wurde ihm schnell bewusst das dies kaum Grönland sein konnte. Tagelang segelte er an den Gestaden entlang, ohne jedoch jemanden an Land gehen zu lassen. Drängte die Zeit doch: War der kurze Sommer doch schon fast vorbei und neben Nebel drohten heftige Stürme und Eisberge, welche sie in die tiefen des Meeres ziehen könnten. So schwenkte er schliesslich nach Osten ab und entdeckte tatsächlich Grönland, wo er seinen Vater wiederfindet. Dennoch sollen viele Jahre ins Land ziehen. Erst als König Olaf Tryggvason (Winter 1000) stirbt wird die Geschichte erneut zum Leben erweckt.

In einem eisigen Winter hört Leif Eriksson schliesslich von Bjanis Entdeckung, welche ihm keine Ruhe lässt, obwohl er sich erst vor kurzem in Thorgunna verliebt hat und ein Kind (Sohn) unterwegs ist.. Weckt die Geschichte in dem Sohn des Grönlandpioniers nach wie vor die Abenteuerlust. Schliesslich fasst er ruhelos geworden den Entschluss nach dem geheimnisvollem Land zu suchen. Da Bjarni jedoch bei seinem Vater bleiben will, kauft er schliesslich dessen Schiff (ein Knorr) und heuert im Frühjahr 1001 35 Mann an, um ihn auf sein Abenteuer zu begleiten. Die perfekte Wahl für solch ein Unterfangen, waren Knorr doch hochbordiger und waren leichter zu segeln. Das vorn und hinten höher liegende Deck bot Schutz, wenn die eiskalten Wogen ins Boot schwappten. Bis alles beisammen war, waren schon Wochen ins Land gezogen und es wurde Juli. Die Zeit, wenn Eisberge, mit der Strömung, im offenen Meer, jenseits der Fjordmündung, anfingen umher zu treiben. Dennoch hatte er noch ein wenig Zeit, da diese erst im August begannen etwas ungefährlicher zu werden, und machte sich auf ins Abenteuer. Er weiss, das er nur ein paar Wochen Zeit hat, eh Eis, Sturm und Nebel den Ozean erneut unpassierbar machen. Falls er Land findet musste er überwintern, egal wie es dort auch aussehen mochte. So wurde alles notwendige mitgenommen, damit es ihnen weder an Vorräten, noch an Geräten für eine Überwinterung mangelte.

Schliesslich ist alles gepackt und Leif hisst das Rahsegel am Mast seiner Knorr. Immer darauf bedacht den Wind im Rücken zu haben konnten sie so bei guten Bedingungen etwa 260km pro Tag zurück legen. Schliesslich segeln sie aus dem gefährlichen Eisminenfeld hinaus aufs offene Meer. Eigentlich ein Grund zum aufatmen, doch das Meer begrüsst sie mit teils 2 Meter hohen Dünen und prüft das Schiff auf Herz und Nieren. Erst auf West, dann auch Nordkurs gehend segeln sie an der grönländischen Westküste entlang, bis sie schliesslich Bjarneyar ("Eisbäreninsel") erreichen. Erst hier schlägt Leif Eriksson einen Westkurs ein, hin zum Horizont, hinauf auf die See. Den Wind und die Sonne als Leitstern im Fokus behaltend, orientiert er sich an der Schattenlänge, welcher zum Mittag geworfen wird, so das sie immer westwärts auf dem gleichen Breitengrad segeln. So segeln sie weiter, ohne zu wissen ob der Kurs richtig ist, oder ob die Schatten der Nacht sie nicht zu weit vom Kurs abgebracht hat. Schliesslich entdeckt einer der Seemänner jedoch etwas.
Eine Spiegelung, weit voraus am Himmel, oder hoch auftürmende Wolken ?

Leifs Unterfangen war geglückt und statt einer Illusion warfen auch bald alle anderen einen ersten Blick auf unbekanntes Land. Neugierig, und wahrscheinlich auch die schwankenden Planken leid, warfen sie Anker und ruderten mit ihren Beibooten ans Land. Entgegen der Geschichte von Bjarni gab es hier jedoch kein Gras. Das ganze Land bestand aus grossen Gletschern. und zwischen Gletschern und Meer war alles eine einzige Steinplatte (helle). So beschloss Leif dieses Land Helluland zu taufen und ging mit seinen Männern wieder an Bord. Sehr wahrscheinlich hatten sie Baffin Island entdeckt, eine unwirtliche und arktische Insel, auf der es selbst heute noch aussieht, wie es in den Sagas beschrieben wurde : Gletscher, davor flache Steine. Und sonst nichts.
Da Bjarne jedoch von einer bewaldeten Küste gesprochen hatte kam kurzzeitig Zweifel unter den Männern auf, eh beschlossen wurde weiter die Küste entlang zu segeln. Blieb ihnen doch noch ein wenig Zeit, eh das Meer zur Todesfalle für sie werden würde. So wurde erneut das Segel gehisst und ein Kurs nach Süden eingeschlagen. Es dauerte 1-2 Tage, eh aufmerksame Beobachter erneut Alarm schlugen.

"Dieses Land war flach und bewaldet und so weit sie sehen konnten, erstreckte sich ein weisser Sandstrand, der zum Meer hin sanft abfiel. Da sagte Leif: Wir wollen auch diesem Land einen Namen geben, der zu ihm passt, und werden es Markland (Waldland)nennen. Dann gingen sie an Bord, so rasch sie konnten"

(Quelle: Eiríks saga rauða)

Eigentlich wundert man sich nun. Schliesslich hatten sie nach einer trostlosen Eiswüste endlich ein fruchtbares Land gefunden, welches geradezu zum erkunden einlud. Dennoch war Leifs Volk eine Gemeinschaft von Viehbauern und so schön ein Wald auch war, Weideland war umso kostbarer. Nur wer Weideland entdeckte, konnte sich ein wahrhaft grosser Entdecker nennen und obwohl es schon Mitte August war, zogen sie weiter.

"Jetzt segelten sie vor gutem nordöstlichen Wind auf das Meer und sahen nach 2 Tagen Land. Als sie näher kamen, trafen sie eine Insel, die nördlich des eigentlichen Landes lag. Sie betraten die Insel bei gutem Wetter, Sie sahen, dass das Gras betaut war, und wenn sie die Hände zum Tau hin und dann zum Mund führten, meinten sie, sie hätten noch nie zuvor etwas so Süsses geschmeckt."

(Quelle: Eiríks saga rauða)

Leif war endlich am Ziel angekommen und steuerte sein Schiff vorsichtig zwischen Insel und Landzunge in eine Bucht. Dort erkennt er einen Strand, einen Fluss und am Horizont riesige Tannen-, Fichten- und Lärchenwälder. Dazwischen sattgrüne und blumenbetupfte Wiesen. Das Paradies. Und so kannte er auch kein Halten mehr und ruderte so schnell er nur kannte in seinem Beiboot seinem Land entgegen. Später würde man diesen Ort Epaves Bay nennen, ein kleiner Landeinschnitt an der äussersten Nordspitze Neufundlands.

mehr als 3500 km ist Leif mit seiner Mannschaft von Brattahlid aus gesegelt, erst weit in den Norden hinaus, dann in den Westen, eh es schliesslich nach Süden ging und doch hatten sich all die Strapazen gelohnt. Mit der Flut wurde die Knorr einen Fluss hinauf bis zu einem kleinen See gezogen. Erst dann errichteten sie ihre Zelte an genau der Stelle, welche später zu Leifsbuðir wurde.
Quelle
Die hier geschrieben Geschichte wurde in der Geo Epoche : Die Wikinger gefunden. Gekürzt und in eigenen Worten wieder gegeben.
[Bild: odin-nordische-gott-odins-wotan-wikinger...1598821152]
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