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Sachsen
#1
Die Sachsen
Geschichte
Römer landeten unter Caesar erstmals 55 und 54 v.Chr. in England. Erst 43. v.Chr. jedoch wurde es unter Kaiser Claudius besetzt und als Provinz Britannia unterworfen. Um sich vor den Plünderungen der Pikten (Einwohnter Schottlands) zu schützen, wurde unter Kaiser Hadrian, auf der Höhe des Solway Firth, ein Schutzwall von Osten nach Westen errichtet, der Hadrianswall. Um ihre militärische Eroberung zu festigen, wurde schnell eine hocheffiziente Infrastruktur aufgebaut und somit Britannien erschlossen. Am stärksten war der römische Einfluss im Süden und Osten, wo auch die Urbanisierung stärker ausgeprägt war. Ab dem 2. Jahrhundert konnte hier der Beginn der Christianisierung verzeichnet werden. Ab dem 4. Jahrhundert unterlag Britannien einem ständigen Wechsel der Machthaber. Um etwa 407/408 zog der Grossteil der römischen Truppen ab und 409 erhob sich die Insel gegen die römische Regierung.

Das entstehende Machtvakuum machten sich piktische Gruppen aus dem Süden zunutze.  Da von den Römern keine Hilfe zu erwarten war, wurden sächsische Truppen zur Verteidigung angeworben. Die Söldner siedelten sich mit ihren Familien an. In der Folgezeit strömten Angeln, Jüten und Sachsen ebenfalls nach Britannien, um dem Bevölkerungsdruck auf dem Festland zu entgehen. Die Neuankömmlinge siedelten in Ostanglien, den Midlands, dem östlichen Yorkshire und in Lincolnshire und vertrieben dort teilweise die heimische Bevölkerung.Immer wieder kam es zu heftigen Auseinandersetzungen, besonders 442/443, als die britische Bevölkerung nach Westen abgedrängt wurde. Etwa Ende des 7. Jahrhunderts hatten die Angelsachsen die Insel von Cornwall bis zum Firth of Forth unterworfen. Ausnahmen fanden sich in Dumnonia, Wales und das nördliche Gebiet von Cumbria, auch Schottland konnte seine Unabhängigkeit behaupten.

Die neuen Siedlungsgebiete waren zunächst gemäss der Stammes- und Gruppenstruktur der kontinentalen Gebiete organisiert. Ende des 6. Jahrhunderts entwickelte sich die Königsherrschaft und 7 miteinander konkurrierende angelsächsische Kleinkönigreiche (Bildquelle: Wikipedia). Den Angeln gehörte Northumbria ( Zusammenschluss von Deira und Bernicia), Ostanglien und Mercien. Susses, Wesses und Essex unterstand den Sachsen. Kent, welches von den Jüten gegründet wurde, gilt als das erste konsolidierte Reich, da die Bewohner die noch intakte Verwaltung und städtische Kultur der Römer übernahmen. Bereits nach 650 findet eine intensive Schreib- und Gesetzgebungstätigkeit statt. Im 7. Jahrhundert dominierte Northumbria, im 8. Jahrhundert Mercia, und schließlich errang Wessex eine politische Vormachtstellung. Ab etwa 750 bestanden nur noch diese drei Königreiche, denn die anderen waren in ihnen aufgegangen.

Die Besiedelung durch die Angelsachsen stellte einen deutlichen Bruch gegenüber der römischen Herrschaft dar. Die Kultur der Eroberer unterschied sich grundlegend von der Lebensweise der Römer. Die Angelsachsen lebten in ländlichen Haufendörfern und waren in Sippen sowie in Familiengemeinschaften mit Gesinde um einen Hausvater (Lord) organisiert. Das Anwachsen dieser Hausgemeinschaften führte zur Bildung des angelsächsischen Adelssystems mit Gefolgschaften als unmittelbaren Machtzentren eines Adligen. Darüber hinaus bildete sich ein Heerkönigtum, das auf der Wahl des Anführers durch die mächtigsten Mitglieder des Heeres beruhte.

Beginnend 789 und zum ersten Mal historisch bedeutsam mit dem Raubzug von 793 gegen das Kloster Lindisfarne landeten die dänischen Wikinger in England (Bildquelle: Wikipedia), dem Beginn der Wikingerzeit. Zunächst führten sie nur blitzartige Raubzüge aus, nach denen sie sich auf das Meer zurückzogen. Dort waren sie sicher, da die englischen Könige kaum über Schiffe verfügten, die in größerer Entfernung von der Küste operieren konnten. Kurz darauf überwinterten jedoch einzelne Wikingergruppen auf der Insel und legten dazu zumindest periodische Siedlungen an. 865 landeten Wikinger in East Anglia mit der offenbaren Absicht, sich dort länger einzurichten. Sie forderten Tributzahlungen von umliegenden angelsächsischen Siedlungen und errichteten eigene Dörfer. 866 eroberte das Große Heer York und setzte im Königreich Jórvík einen angelsächsischen Vasallen als König ein. Sofort begannen die Überfälle auf Mercien. 869 erreichten erste dänische Truppen die Themse, den Grenzfluss zu Wessex, dem dominierenden angelsächsischen Reich.

Alfred der Große, König von Wessex, trat der dänischen Bedrohung entgegen. Der ständige Kampf gegen die Wikinger, in dem Alfred zunächst in der Schlacht bei Englefield und der Schlacht von Reading keinen durchschlagenden Erfolg erzielte, wirkte als Katalysator zur weitgehenden Einigung Englands unter dem König von Wessex. Er zwang ihn außerdem zur Reorganisierung des Heeres, zum Bau einer schlagkräftigen Flotte, zum Errichten zahlreicher Burgen und zum Anlegen des auf Grafschaften (Shires) beruhenden Systems, das England erstmals seit der römischen Zeit eine mehr oder minder einheitliche Verwaltung gab. 878 schlug Alfred ein großes dänisches Heer bei Edington. Daraufhin ließ sich der dänische König Guthrum, der bereits zuvor in Kontakt mit dem Christentum gekommen war, mit 30 seiner Männer taufen. Anschließend zogen sie sich in ihr Kerngebiet in East Anglia (Danelag) zurück. Dieser Erfolg führte zur Anerkennung Alfreds als Herrscher auch in Mercien. 886 eroberte er schließlich London und gab dem Reich damit ein Zentrum. In den folgenden Jahren erkannten ihn auch die übrigen angelsächsischen Territorien, auch solche unter dänischer Herrschaft, als ihren Herrscher an. Alfreds Nachfolger bauten das von ihm angelegte Verwaltungssystem aus, in dem als Kronbeamte Sheriffs an der Spitze eines Shires standen. Shires wurden vor allem für das Gerichtswesen und das Heeresaufgebot wichtig. und es entwickelte sich eine frühe Form eines englischen „Nationalbewusstseins“. Alfreds Sohn Eduard fügte den Dänen 910 in der Schlacht von Tettenhall eine schwere Niederlage zu und war danach vor allem in Auseinandersetzungen mit den südlichen dänischen Reichen erfolgreich. 918 erkannten die Könige dieser Reiche ihn als Herren an, später auch die Herrscher Schottlands.

Unterdessen veränderten sich auch die dänischen Gebiete im Osten Englands, die als Danelag (Bildquelle: Wikipedia) bezeichnet wurden. Die einstigen Wikinger gingen immer mehr zu einer bäuerlichen Lebensweise über, bauten Burgen und Ansiedlungen und nahmen das Christentum an. König Æthelstan vertrieb 936 die Cornishmen aus Exeter und sicherte den Fluss Tamar als Grenze von Wessex. Er nannte sich Rex totius Britanniae, konnte Wales und Schottland jedoch nur unter eine lockere Oberhoheit bringen. Dagegen eroberte er Northumbria dauerhaft. Seine Urkunden nach 930 wurden von einer einzigen Kanzlei in Winchester hergestellt, was auf eine Art Hauptstadt seines Königreiches schließen lässt. Auf Æthelstan folgte bis ins späte 10. Jahrhundert eine Phase mit vergleichsweise wenigen kriegerischen Auseinandersetzungen.

Um 980 begann eine neue Welle Wikingerangriffe von See aus. Größere Kämpfe blieben jedoch weitgehend aus, da die angelsächsischen Herrscher Tribute zahlten und die Wikinger wieder abzogen. Um diese Tribute aufzubringen, führte König Æthelred auf Anraten des Erzbischofs Sigeric von Canterbury und seiner „Großen“ als erster mittelalterlicher Herrscher eine allgemeine Grundsteuer ein, das Danegeld. Die Wikinger hingegen setzten ihre Bestrebungen fort, die angelsächsischen Gebiete zu erobern. Nach der verlorenen Schlacht von Maldon 991 zahlte Æthelred 10.000 Pfund (3.732 kg) Silber Tribut, um den Abzug der Wikinger zu erkaufen. Diese Summen steigerten sich mit der Zeit. 994 mussten 7250 kg Silber für den Abzug Olaf Tryggvasons aufgebracht werden, 1012 sogar 22 Tonnen Silber. 1002 heiratete Æthelred die normannische Herzogstochter Emma in Erwartung normannischer Unterstützung gegen die Wikinger. Damit legte er einen Grundstein für die spätere normannische Eroberung Englands. Im gleichen Jahr befahl er aus Angst vor einem Mordanschlag, am 13. November 1002 sämtliche Dänen in seinem Herrschaftsbereich zu ermorden. Doch darauf reagierten die Dänen sogar mit verstärkten Angriffen. 1013 segelte der dänische König Sven Gabelbart für einen Raub- und Eroberungszug nach England, woraufhin König Æthelred in die Normandie floh und ihm die Macht überließ. Als Gabelbart 1014 nur wenige Monate nach seiner Krönung starb, verbündete Æthelred sich mit dem späteren norwegischen König Olaf Haraldsson und kehrte auf den Thron zurück. Knut, der Sohn Gabelbarts, beanspruchte den Thron jedoch ebenfalls für sich und segelte 1015 mit einer großen Flotte aus Dänemark nach England, wo er Edmund Ironside, den Sohn des während der Belagerung verstorbenen Æthelreds, besiegte.
 
 
[Bild: odin-nordische-gott-odins-wotan-wikinger...1598821152]
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#2
Die Sachsen
Kleinkönigreiche
Vom Ende des 6. Jahrhunderts, bis hin zum 9. Jahrhundert beherrschten 7 Kleinkönigreiche (Heptarchie) über England. Die traditionelle Geschichtsschreibung geht davon aus, das England in die Kleinkönigreiche Wessex (Westseaxna Rīċe), Sussex (Sūþseaxna Rīċe) und Kent ( Cantaware Rīċe) im Süden, Ostanglien (Ēastengla Rīċe) und Essex (Ēast Seaxna Rīċe) im Osten, Merzien (Miercna Rīċe) in Mittelengland und Nordthumbrien (Norþanhymbra Rīċe) im Norden aufgeteilt war. Jedoch ist dies nur eine vereinfachte Darstellung, da es noch kleinere Herrschaftsbereiche gab. Das Königreich Lindsey, östlich von Mercien, geriet während des 8. Jahrhunderts unter mercische Herrschaft. Das Königreich Hwicce, westlich von Mercien, Königreich Surrey, südlich der Themse und Magonsæte, westlich von Mercien, gerieten Ende des 7. Jahrhunderts unter mercische Herrschaft.

Nach dem Abzug der römischen Legionen aus Britannien zu Beginn des 5. Jahrhunderts wurde der Osten und Süden der britischen Insel von einwandernden germanischen Stämmen erobert und besiedelt. Es handelte sich dabei um Teile der Sachsen, Angeln und Jüten, deren ursprüngliche Siedlungsgebiete der Norden des heutigen Deutschlands und Dänemark waren. Nach einigen Quellen waren diese Germanen zunächst als Söldner für romano-britannische Herrscher auf die Insel gekommen, hatten sich dann aber Mitte des 5. Jahrhunderts erhoben und begannen mit der Bildung eigener Herrschaftsgebiete. Wie weit sich die Angeln, Sachsen und Jüten als unterschiedliche Völker verstanden, ist aus heutiger Forschungssicht ebenfalls fraglich. Um 700 kam für diese Völker der Sammelbegriff der Angelsachsen auf.

Der Überfall auf das nordenglische Kloster Lindisfarne am 8. Juni 793 wird gemeinhin als der Beginn der Wikingerangriffe angesehen. 866 fiel das sogenannte große heidnische Heer in Nordostengland ein und eroberte große Teile des Landes. Die meisten Königreiche hielten dem Ansturm nicht stand und zerfielen oder gerieten unter Vorherrschaft der dänischen Wikinger, die auf englischem Boden ein eigenes Herrschaftsgebiet, den Danelag, errichteten. 878 schlug Alfred der Große, König von Wessex, die dänischen Wikinger jedoch zurück und konnte eine vorläufige Übereinkunft erzielen, wenngleich die Bedrohung durch die Wikinger bis ins 11. Jahrhundert bestehen blieb. Unter Alfred und seinen Nachfolgern wurden die verbliebenen angelsächsischen Gebiete unter einem König vereint. Mit der Eroberung Englands durch den normannischen Wilhelm den Eroberer 1066 endete die angelsächsische Periode Englands endgültig.
[Bild: odin-nordische-gott-odins-wotan-wikinger...1598821152]
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#3
Die Sachsen
Ständesystem
Die Sozialstruktur der Angelsachsen kann man grob gesehen als differenzierte Agrargesellschaft bezeichnen, welche von der Naturalwirtschaft lebte. Der höhere Klerus und Adel gestalteten ihr Leben äusserst prunkvoll, während die unteren Schichten, welche auf dem Land lebten und etwa 90% der Bevölkerung ausmachten, oftmals in bitterer Armut lebten.


Klerus

Der oberste Stand war ständisch organisiert und bildete sich aus dem hohen und dem niederen Klerus. Somit gab es auch hier Repräsentanten, welche eine grosse Macht besassen, während andere hingegen weniger einflussreich waren. Dennoch war die Macht des Klerus, besonders im Mittelalter, ausgesprochen stark, obwohl sie stark im Zusammenhang mit dem Adel stand. Klerus und Adel versuchten sich gegenseitig zu stabilisieren und schufen somit Vorteile für beide Stände. Das Wort der Geistlichen hatte in Fragen der Staatsführung eine sehr starke Präsenz, so das häufig der Klerus beratende Funktionen innerhalb des Adels inne hatten. Auf der anderen Seite erhielt auch der Adel seine Macht, da beispielsweise Bischöfe oft in den Adelsstand hinein geboren waren und sich auch nach ihrer Ernennung um ihresgleichen kümmerten.


Adel

Dank ihres sozialen, rechtlichen und politisch privilegierten Standes genossen sie besonders in der Wirtschaft hohe Vorteile, welche sich auf das Geburtsrecht beriefen. ihre besondere Lebensform, vereint mit einem ausgeprägten Standesethos, führte zu einem Elitebewusstsein. Da die Wirtschaftsform agrarisch bestimmt war, wurde der grundbesitzende Adel wegen seiner wirtschaftlichen und politischen Macht zum geschichtsbestimmenden Stand. Ohne die Beteiligung des Adels war eine Königsherrschaft nicht möglich, auch wenn die Macht des Adels immer von der jeweiligen Stärke ihres Königs abhing.
Im Laufe der Zeit ergaben sich aus hoheitsrechtlichen Ämtern und Funktion verschiedene Rangstufen, welche zum Teil auf die komplette Familie übergingen.


Ceorl

Ein Ceorl/Churl oder Carl, war ursprünglich ein freier Mann und Ehemann. Er hatte die Gewalt und Befugnisse eines Hausvaters und Haushalters. Brach beispielsweise jemand in die Umzäunung seines Hofes (edor), so wurde dies geringfügig minderer bestraft, wie ein Einbruch in die Burg eines Königs und Adeligen. In seinem Haus vergossenes Blut wurde ihm vergolten.


Ealdorman

Ein Ealdorman oder Adlorman, war der königliche Verwalter einer Grafschaft. Er gehörte dem Witenagemot, der Rat der Grossen des Landes, an, welche den König wählte. Er war der oberste Beamte innerhalb der Grafschaft und unterstand direkt dem König. Anfangs wurde er vom König ernannt, da dieses Amt jedoch vererbt wurde, erübrigte sich die Ernennung oftmals. Zudem führten die Ealdorman in Kriegszeiten die Miliz ihrer Grafschaft an, musste Verletzten zu ihrem Recht verhelfen und Totschläger in die Stadt verfolgen, falls diese es selbst nicht taten und ihrer Strafe entgehen wollten. Im Rang standen sie teils einem Bischof gleich, teils zwischen ihnen und dem Witan. Die Häuser des Ealdorman galten als Asyl.


Eorl

Der Eorl war ein adeliger Würdenträger, welcher die Versammlungen des Gaus leiteten und ihre Gefolgsleute im Krieg anführten. Man kann sie in etwa mit einem nordischen Jarl vergleichen.

Gefolgsleute/ Gefolgschaft

Sie bildeten die Leibwache des Herren. Überlebten sie in einer Schlacht ihren Herren, so wurde dies als ehrlos und schmachvoll angesehen. Nicht ohne Grund versuchten die Wikinger daher immer den Herren zu töten, um die Schlacht für sich zu entscheiden und unnötige Tote zu vermeiden. Der Herr gewährte ihnen Schutz, Ausrüstung und Unterhalt. Je nach Art ihres Verhältnisses wurden sie unterschiedlich entlohnt. Teils in Münzen, bei besonderen Diensten gar mit Land (Lehnswesen).


Witan/ Witenagemot

Der Witan war keine scharf abgegrenzte Gruppe innerhalb ihres Standes. Die waren die geistlichen und weltlichen Grossen des Reiches. Zu ihnen gehörten Mitglieder der Königsfamilie, Erzbischöfe, Bischöfe, Ealdormen, Gerefan (königliche Gefolgsleute) sowie der Hof des Königs (namian, béodan). Die Versammlungszeit war so wenig festgelegt, wie der Ort. Denoch fand das Witenagemot überwiegend im Herbst und in aller Regel an einem größeren Ort, oftmals dem Wetter geschuldet in geschlossenen Räumen, statt. Die Aufgaben des Witenagemotwaren zahlreich und ausgedehnt. Sie wählten den König, bewilligten Landvergaben und Steuern und entschieden in allen wichtigen Angelegenheiten des Staates und der Kirche. Natürlich konnte ein König auch seine eigenen Belange und Ideen durch setzen, jedoch entschieden sie meist im Sinne des Witans, um diese in Notzeiten sicher hinter sich stehen zu haben. So sicherte der Witan auf weltlichem und auch auf geistlichem Gebiet die oberste Stellung des Königs, oder brachte ihn gar zum Fall, sofern er sich gegen sie wendete.


Bauern

Der Anteil der Bauern lag im Durchschnitt etwa immer bei 90% der Bevölkerung. Sie bildeten zusammen mit den einfachen Bauern den untersten Stand. Während am Anfang die Anzahl der freien Bauern noch recht hoch war, änderte sich dies später durch den Feudalismus vollkommen. Ehemals freie Bauern gerieten in Abhängigkeit und wurden gezwungen unter der Hörigkeit ihres Herren zu leben, oder zu vogelfreien Leibeigenen zu werden. Während ihre pflichten immer mehr und mehr zunahmen, nahmen ihre Rechte immer mehr ab, ganz im Gegensatz zu den Grundherren, bei denen dies genau umgekehrt geschah.

Zu ihren Pflichten gehörten die Abgaben an ihre Gutsherren in Form von erwirtschaften Diensten und Frondiensten. Gab es Unstimmigkeiten, so wurden diese nicht vor Gericht vorgetragen, sondern vom Grundherren selbst entschieden, da dieser auch die Gerichtbarkeit über seine Untertanen inne hatte. Im Gegenzug musste der Gutsherr den Bauern Schirm und Schutz bieten. Er war dazu verpflichtet sie vor kriegerischen Überfällen zu schützen und in unverschuldeten Notlagen, beispielsweise Krankheit, zu helfen.
[Bild: odin-nordische-gott-odins-wotan-wikinger...1598821152]
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#4
Die Sachsen
Stellung der Frauen
Die Frau unterstand im allgemeinem dem Manne. Einzig Frauen des Adels und Klerus hatten ein paar Privilegien mehr, als Frauen eines niederen Standes zugebilligt wurden. Diese Unterordnung unter die Vormundschaft betraf sämtliche Lebensbereiche wie sie soziale, wirtschaftliche und rechtliche Position einer Frau. Sie nahm dem Mann daher gegenüber eine mindere Rechtsstellung ein.

Der Mann war der Hausherr, welcher auch die volle Kontrolle über das Vermögen seiner Frau, welches sie in die Ehe mitbrachte, hatte und damit schalten und walten konnte wie es ihm beliebte. Zudem verlieh die Vormundschaft ihm gleichzeitig auch das Recht seine Frau und seine Kinder zu züchtigen und verpflichtete diese im Gegenzug zu gehorsam. Einzig schwangere Frauen hatten einige kleine Sonderrechte und durften beispielsweise ohne vorherige Erlaubnis Obst pflücken, oder fischen gehen um ihren Eigenbedarf zu decken.

Der Alltag unterlag einer geschlechtsspezifischen Trennung, so das bei Bauern die Frau für Heim, Kind und Herd zuständig war, während der Mann sich um Acker und Wald zu kümmern hatte. Dennoch kann man die Frau nicht als Mutter und Hausfrau bezeichnen, da sie bei der Bewirtschaftung der Felder und Viehzucht ebenfalls festgelegte Pflichten hatte. Sie musste sich um die Weiterverarbeitung des Weizens kümmern, beispielsweise zu Mehl, Bier und Brot. Ebenso oblag ihr die Fütterung des Viehes, sowie die Herstellung von Butter und Käse. Zusätzlich dazu mussten sie Frondienste als Mägde, seltener Lohnarbeiterinnen, auf den Herrenhöfen und Höfen von Grossbauern leisten. Ein weiterer Teil ihrer Pflichten war die Textil- und Kleiderherstellung, welche vom spinnen und weben, bis hin zur Herstellung von Gewändern reichte.

Kinder, welche für unverheiratbar gehalten wurden, besonders Mädchen , wurden ohne Gewissensbisse ins Kloster abgeschoben. Gerade Väter, welche viele Mädchen hatten machten davon rege Gebrauch. Musste doch jedes Mädchen eine Mitgift in die Ehe mitbringen und so kam oftmals die Abfindung, welche ans Kloster gezahlt werden musste, günstiger als eine Vermählung.
[Bild: odin-nordische-gott-odins-wotan-wikinger...1598821152]
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#5
Die Sachsen
Nachnamen
Ackart

Ackman

Acton

Adlam

Aikman

Akeman

Akers

Alden

Aldersey

Aldis

Aldjoy

Aldridge

Alford

Alvin

Alvord

Alwin

Amherst

Armistead

Armsted

Ashby

Ashford

Askew

Aspinwall

Astley

Baker

Barnard

Barras

Barton

Bath

Bathurst

Baxter

Beckford

Beorn

Bertrand

Bookman

Bristed

Bristow

Buckminster

Buckston

Burby

Burr

Buxton

Canning

Clowes

Coortan

Dearborn

Denton

Dering

Dillingham

Dinton

Dunstan

Eberlee

Ediker

Eldred

Ethelbert

Everard

Eytinge

Fagg

Fairfax

Falkland

Filmore

Filmur

Giffard

Gifford

Goodrich

Goss

Granger

Hainsworth

Halifax

Hargrave

Harvey

Haynsworth

Heaton

Hood

Humphrey

Huntington

Kenward

Lambert

Lawley

Lewthwaite

Lowthwaite

Minster

Newbury

Ockley

Odgen

Osborn

Ramsden

Ran

Rathbone

Read

Reed

Reynolds

Rodland

Rollin

Rowley

Salisbury

Sarisbury

Scarborough

Skeffington

Skelton

Stanwood

Stapleton

Walden

Waldgrave

Weller

Whiting

Whitlock

Worth

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#6
Die Sachsen
Vornamen Männer
Adalberaht

Adalmar

Adalrad

Adalwolf

Aedelbert

Aedelfrid

Aedelhun

Aedelmaer

Aedelstan

Aedelwalh

Aelfheah

Aelfhere

Aelfnah

Aelfraed

Aelfred

Aelfrik

Aelfwaerd

Aelfwig

Aelred

Aeschylos

Aethelbald

Aethelbert

Aethelstan

Aethelwold

Aethelwulf

Alchfrid

Alchmund

Aldred

Alduini

Alfred

Alric

Alrich

Andhun

Answald

Answin

Archard

Archerd

Archibald

Askwin

Bana

Banaing

Beda

Beo

Beorhtric

Beorn

Beornheard

Beowulf

Beroharti

Berthun

Billfried

Billfrith

Boio

Brictric

Cadwallen

Cadwallon

Caedmon

Caedwalla

Caewlin

Cedd

Centwine

Cenwalch

Ceolfrid

Ceolwulf

Ceonred

Ceonwalh

Cnut

Colbert

Colin

Cölred

Cölric

Cölwulf

Conerad

Conewalch

Cönhelm

Cönwulf

Cudbert

Cuichelm

Cuthbeorht

Cuthbert

Cuthred

Cuthwulf

Cyneagils

Cynefrid

Cynegels

Cynewulf

Cynric

Eadbert

Eadberth

Eadfrid

Eadgar

Eadmund

Eadric

Eadweard

Eadwine

Ealdraed

Earvin

Eckfried

Edbert

Edgar

Edmar

Edmund

Eduard

Edward

Edwin

Edwini

Egbert

Kolman

Tamino

Thankmar

Thunor

Winfield

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#7
Die Sachsen
Vornamen Frauen
Acca

Aedelflaed

Aedelwald

Aedre

Aefentid

Aefre

Aeldra

Aeldrida

Aelfgifu

Aelflaed

Aelfreda

Aelgifu

Aerlene

Aethelflaed

Aethelfled

Aethelhild

Aethelreda

Aethelthryth

Aethelwine

Aethelwyne

Affrica

Aisley

Aisly

Alodia

Alodie

Angela

Angelina

Angelyn

Angelyne

Angelynn

Angelynne

Annis

Banan

Bar

Bernia

Cuthberga

Cuthburh

Cyneburga

Cyneburh

Eadflaed

Eadgyth

Eadhylde

Ealdgyd

Edburg

Edburga

Edfleda

Edhild

Linn

Lynn

Marty

Matti

Megan

Meghan

Ostara

Othilde

Rowena

Sienna

Svenja

Winifred

Yka

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